Jung sein und ein Kind haben kann eine ganz besondere Herausforderung sein. Vieles kommt zusammen: Für das Kind da sein und für ein Aufwachsen in Wohlergehen zu sorgen und gleichzeitig weitere Weichen für den eigenen Lebensweg zu stellen, wie z.B. der Schulabschluss, die berufliche Bildung und finanzielle Absicherung. Umso wichtiger ist das soziale Netzwerk mit aktiven Menschen an der Seite. Was unterstützt die jungen Mütter und Väter, besonders in sozial belastenden Lebenslagen, diesen Spagat gut und gestützt hinzubekommen?

In Marzahn-Hellersdorf gibt es viele junge Frauen, die vor diesen Herausforderungen stehen. Gleichzeitig steht das kostenfreie Beratungsangebot TeeMo für junge Schwangere und Mütter unter 21 Jahren zur Verfügung. TeeMo ist ein Angebot der Frühen Hilfen und umfasst Beratung rund um die Themen Schwangerschaft und Geburt, auch zu finanziellen und organisatorischen Herausforderungen. Junge Väter sind ebenfalls willkommen. Die jungen Frauen können sich in einem geschützten Rahmen untereinander über ihre Erfahrungen und Gefühle austauschen und bekommen empathische und fachliche Unterstützung durch die kompetenten Mitarbeiterinnen.

TeeMo – Beratung für junge Schwangere und Mütter bis 21

Jugendwerk Aufbau Ost JAO gGmbH

Es gelingt offenbar gut, diese jungen Frauen zu erreichen und zu begleiten. Grund genug, dieses Angebot im Rahmen von MitWirkung wirkungsorientiert zu betrachten und herauszufinden, welche Gründe wesentlich beitragen und ob bzw. wie sich dies ausbauen und übertragen lässt. Im Auftaktworkshop mit der Steuerungsrunde im Dezember 2021 zeigte sich bei den Mitarbeiterinnen von TeeMo und den Kolleginnen aus dem Bezirksamt zunächst folgender Wunsch: Es wäre einfach gut zu wissen, wie TeeMo wirkt – um neben dem guten „Bauchgefühl” wirklich mehr Gewissheit zu haben, z.B.

  • Können wir bei Familien etwas positiv verändern (Bindung zum Kind, Gesundheitsförderung, Entwicklungsthemen, Empowerment, Stressbewältigung, Informationsvermittlung)?
  • Ist das Angebot von TeeMo ausreichend für die Familien oder benötigen sie zusätzliche Unterstützung?
  • Welche Faktoren sind entscheidend für die Zielerreichung? Was kann bleiben? Was sollte sich ändern? Und was lässt sich weitergeben?

Es gibt also viel zu lernen, vor allem von und mit den jungen Frauen. Wir freuen uns sehr auf den gemeinsamen Prozess.

Die Wirkungsbeauftragten

Anja Glockauer

Position: Sozialarbeiterin im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst im Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Ersthausbesuche
Kontakt: anja.glockauer@ba-mh.berlin.de

Foto: Christian Himmelspach

„Wirkungsorientierung bedeutet für mich die Möglichkeit des Sichtbarmachens der vielschichtigen Erfolge Sozialer Arbeit.“

Sonja Pechnig

Position: Sozialarbeiterin im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst im Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Ersthausbesuche
Kontakt: sonja.pechnig@ba-mh.berlin.de

„Wirkungsorientierung bedeutet für mich systematisches Planen Sozialer Arbeit & sozialer Projekte.“