Foto: Familien mit Weitblick und MitWirkung beim gemeinsamen Puzzeln
In der Theorie passt alles wunderbar zusammen:
Die prekäre Lage der Kinder und ihrer Familien ist bekannt. Wir kennen auch die Punkte, an denen es bei den ausgleichenden Maßnahmen hakt.
Es gibt Strategien, es gibt Gesetze und Programme, es gibt (zumindest vielerorts) den erklärten Willen zur Umsetzung. Und los geht’s!
Leider ist es in der Realität dann doch nicht ganz so einfach.
Wir als MitWirkung sehen unsere Rolle auch im Mitdenken und Mitpuzzeln: Wie genau könnten Programme und Probleme zusammenpassen? Dabei bekommen wir nicht selten einen Knoten im Kopf – und so ging es uns ehrlicherweise anfangs auch mit dem ESF-Programm Akti(F) Plus.
Dazu sind wir unter anderem mit den Kolleginnen des Netzwerks für Familien mit Weitblick bei der Stadtmission im Austausch. Ein Ziel des Programms ist es, in der Beratungspraxis „Sollbruchstellen“ zu identifizieren, die für die Familien Barrieren darstellen. Zu den identifizierten Sollbruchstellen werden Lernzirkel durchgeführt. Hier erarbeiten Fachkräfte aus allen beteiligten Bereichen miteinander Lösungen.
Hier gibt es große Überschneidungen mit unserer Arbeit, denn die identifizierten Barrieren lassen sich mit den Zielen der Berliner Strategie sehr genau abbilden. Das klingt zunächst wie ein wunderbarer Anknüpfungspunkt.
Aber:
Wo anfangen? Wo können die Lernzirkel am besten ansetzen? Welches Problem „eignet“ sich als erster, herauszuziehender Faden? Dieses hier? Viel zu groß! Dieses dort? Schon zu viele Leute dran! Dann das? Eine Illusion, hier etwas verändern zu können!
Es sind Momente der Überforderung, in denen der Glaube an die Möglichkeit von Veränderungen und die „kleinen Brötchen“ schwinden kann. Und dann ist es gut, mit Freude und Zuversicht genau dort wieder anzufangen, bei den kleinen Schritten und Möglichkeitsräumen. Diese Momente gemeinsam zu erleben, wenn der Geistesstau sich löst und die Ideen zu fließen beginnen. Zu den Lernzirkeln wird es noch mehr zu berichten geben, hier nun erst einmal dieses offene Bekenntnis zur Ermutigung an alle, denen es womöglich auch so geht.





