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Menschen aus Vietnam stellen eine relativ große und sehr diverse Bevölkerungsgruppe in Berlin.

Viele neu zugewanderte Vietnames*innen erleben jedoch Anlaufstellen der Beratungslandschaft nicht als „ihre“ Räume. Sie nehmen Angebote nicht immer wahr. Gleichzeitig stehen sie vor besonders großen Herausforderungen, etwa beim Zugang zur Gesundheitsversorgung, bei der Versorgung ihrer kleinen Kinder und beim Zugang zu Wohnraum und guter Arbeit.

Viele Fachkräfte wünschen sich Informationen, um sie gezielter unterstützen und beraten zu können.

Hang Hoang war dafür genau die richtige Person:

Sie arbeitet beim Verband für interkulturelle Arbeit und ist dort im Kompetenznetzwerk Vietnam beschäftigt. Das Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, die Wirksamkeit von Angeboten zur Unterstützung von Vietnames*innen zu verbessern. Dazu beraten, vernetzen und informieren die Mitarbeitenden Fachkräfte zu den Bedarfen von vietnamesischen Migrant*innen.

Außerdem war sie an einer sehr lesenswerten Studie der Freien Universität Berlin zur neuen Migration aus Vietnam nach Lichtenberg beteiligt, die Sie auf der Seite des Lichtenberger Integrationsbeauftragten finden.

Über 100 Personen haben die Veranstaltung besucht und diskutiert, wie eine gezieltere und bedarfsgerechte Unterstützung neu zugewanderter Vietnames*innen aussehen kann. Im Fokus standen dabei Frauen und ihre Kinder. Hang Hoang zeigte an einem Beispiel auf, vor welchen Hürden die Frauen stehen und wie vielfältig ihre Belastungen sein können.

Deutlich wurde: Es braucht nicht unbedingt neue Angebote. Aber die Zugänge müssen verbessert werden. Und dafür braucht es Zeit und Schlüsselpersonen zum Vertrauensaufbau. Hoang warb außerdem eindringlich dafür, viel mehr Angebote für die Kinder zu machen – zum Spielen, zum Austausch mit anderen Kindern, zum Spaßhaben. Und wir sprachen auch über vietnamesische Kulturangebote in Berlin, die allen offenstehen.

Den Impuls und die anschließende Fragerunde können Sie hier ansehen.