Alleinerziehende sind in Berlin besonders häufig von Armut betroffen – mit Folgen, die auch ihre Kinder und Jugendlichen hart treffen. Deshalb wollen zwei starke Akteursgruppen, die bezirklichen Koordinationen des Berliner Landesprogramms zur Verbesserung der Infrastruktur für Alleinerziehende und die bezirklichen Koordinationen der Berliner Strategie gegen Kinderarmut, hier künftig noch wirkungsvoller zusammenwirken.

Moderiert von der Landeskoordination des Landesprogramms für Alleinerziehende und von MitWirkung trafen sie sich am 10. September zu einem Workshop und schnell wurde deutlich: In vielen Bezirken stehen beide Koordinationsstellen bereits im Austausch, für andere Bezirke bot der Workshop eine gute Plattform, um sich und die jeweiligen Aktivitäten gegenseitig kennenzulernen. In einigen Bezirken läuft die Zusammenarbeit bereits ganz konkret, z. B. im Rahmen eines gemeinsamen Fachtags zur Armutssensibilität oder mit der Verabredung, Beratung für Alleinerziehende vorrangig in von Armut belasteten Stadtteilen stattfinden zu lassen. Dadurch werden Ressourcen gebündelt und Win-win-Effekte für armutsbetroffene Alleinerziehende und ihre Kinder erreicht.

Ziel bleibt es, durch verbindliche Kooperation und Koordination strukturelle Benachteiligung und institutionelle Diskriminierung von armutsbetroffenen Alleinerziehenden und ihren Kindern abzubauen und sie zu stärken.