Bild: @ BA Reinickendorf

„Die Adresse eines jungen Menschen ist weit mehr als nur der Wohnort – sie verteilt Chancen. Denn entscheidend für ein gutes Aufwachsen ist nicht nur die Familie. Es sind auch die Bildungseinrichtungen, die Nachbarschaft, die Spielplätze und Grünflächen im Kiez. Genauso wie das Engagement der Menschen vor Ort.“
Unter diesem Leitgedanken befasste sich am 25. Juni 2026 der zweite Fachtag der Kinder- und Familienarmutsprävention in Reinickendorf mit dem Aufwachsen armutsgefährdeter und -betroffener junger Menschen. Teilgenommen haben rund 140 Fachkräfte aus Verwaltung und Pädagogik, Mitarbeitende freier Träger und Vereine der Kinder- und Jugendhilfe und auch junge Menschen. Eingeladen hatte die ressortübergreifende Steuerungsrunde der Kinderarmutsprävention Reinickendorf.
In sieben Workshops setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit unterschiedlichen Themen auseinander wie etwa dem Zugang zu früher Bildung, der Öffnung von Kirchengemeinden, Räumen für junge Menschen, Demokratieförderung, Sport, Respekt statt Stigmatisierung und aktivierender Gemeinwesenarbeit in Kiezen.
Passend dazu stellten Kinder der Grundschule am Schäfersee ihre eigene erfolgreiche Initiative zur Wiederinstandsetzung des Fußballkäfigs am Schäfersee vor.
Auch internationale Perspektiven wurden einbezogen: Im Foyer wurde der Umgang in Japan mit Kinderarmut und Chancengleichheit vorgestellt. Vor Ort waren außerdem die BuT-Beratungsstelle (Beratung zum Bildungs- und Teilhabepaket) sowie Vertreterinnen des Kinder- und Jugendparlaments.
Neben der intensiven inhaltlichen Arbeit zielte der Fachtag vor allem auf die innerbezirkliche Vernetzung ab. So konnten bereits am Tag selbst sowie im Nachgang einige neue Kooperationen geschlossen und die Zusammenarbeit im Bezirk nachhaltig ausgebaut werden.
Eindrücke vom Fachtag finden  Sie auf der bezirklichen Website.