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Räume öffnen mal anders: Zu unserem Austausch über Kinderrechte und ihre Rolle in der Kinderarmutsprävention haben wir nicht wie sonst eine Expertin eingeladen, sondern drei Personen, die sich in ihren unterschiedlichen Arbeitsfeldern genau damit beschäftigen: Wie alle Kinder zu ihren Rechten gelangen können – und was das mit gesellschaftlicher Ungleichheit zu tun hat.

Drei Expertinnen im Gespräch

Mit Rebekka Bendig, Ulrike Milstrey und Miriam Zeleke hatten wir drei Frauen eingeladen, die „offensichtlich für das Thema brennen“, wie es eine Teilnehmerin ausdrückte. Sie berichteten aus ihrer Praxis und verdeutlichten, dass es hier nicht um ein Add-On, um ein Plus geht, sondern ganz einfach um die Berücksichtigung fundamentaler Rechte. Unser gemeinsames Ziel versinnbildlichte Rebekka Bendig mit einem mitgebrachten Kohlenanzünder: Wir möchten viele kleine Feuerchen entfachen – für die Kinderrechte, für gleiche Chancen aller Kinder.

Links zu einigen schon lodernden Feuern wurden im Chat geteilt:

Die Berliner Strategie gegen Kinder- und Familienarmut

Kinderfreundliche Kommunen e.V.

Monitoring Kinderrechte in Hessen

Entwicklung eines Konzepts für ein Kinder- und Jugendrechte-Monitoring in Hessen

Neben viel positiver Energie nehmen wir zahlreiche Anregungen mit, in den Worten der Teilnehmenden unter anderem diese:

  • „Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen werden sich lohnen zum Thema Kinderarmut und Kinderrechte“
  • „Wie kann man das Thema nochmal mehr nutzen, um damit pol. Entscheidungsträger*innen zu erreichen? Es braucht ja einen kompletten System-Change, damit Ungerechtigkeit abgebaut werden kann, dennoch: was können wir in unserem direkten Handlungsfeld tun, um das Thema zu setzen?“
  • „Nicht hinnehmen, wie es ist. Nicht verwalten, was ist. Einfordern von dem, was selbstverständlich sein sollte.“
  • „Die Scham, die Schuld(-gefühle) und die Stigmatisierung sind wesentliche Elemente, die dazu beitragen, dass Themen wie Kinderarmut gesellschaftlich ausgeblendet werden.“

Zurückgemeldet wurde uns auch, was wir in Zukunft noch tun können: Gewünscht sind ganz konkrete Tools und Methoden, mit denen Familien in Armutslagen erreicht werden können, aber auch zur Einbindung der Politikebene: Wie können wir unsere Expertise nutzen, um mehr Druck auf die Politik auszuüben? Wir werden uns definitiv damit beschäftigen!

Ein wichtiges Learning für uns aus der Diskussion und den Rückmeldungen:

Unsere Teilnehmer*innen müssen wir nicht von der Relevanz des Themas überzeugen. Bei ihnen rennen wir offene Türen ein. Was wir aber tun können: das Feuer schüren, Engagierte aus verschiedenen Feldern vernetzen, Räume zur gegenseitigen Stärkung zur Verfügung stellen.

Das nehmen wir mit!

Und in der Hosentasche nehmen wir diese tolle Broschüre mit, die uns ans Herz gelegt wurde: Konvention über die Rechte des Kindes – kindgerecht formuliert. Sie ist kostenfrei bei Unicef bestellbar.